Archiv der Kategorie ‘Queenstown‘

AtW 58: Queenstown Abenteuer und Glenorchy Lagoon

Donnerstag, den 5. Januar 2006

Die letzten beiden Nächte in Queenstown sind wir in einem B&B untergebracht, das nicht unbedingt empfehlenswert ist. Die These, dass man “immer ein Zimmer findet” hat halt einen Haken. So flüchten wir nach einem Frühstück mit Dauer-TV-Berieselung und einem Dauer-Steak-Bruzzler gleich auf unsere Lieblings-Strecke, gen Glenorchy mit dem Untertitel “Gateway to Paradise”.

Dort machen wir eine kleine Wanderung durch die wunderschöne Glenorchy Lagoon. Der Dart River Cruise mit seiner Safari-Tour ist bereits ausgebucht, also fahren wir wieder nach Queenstown zurück. Nach einer feinen Stärkung beim Thailänder “juckt” es meine Frau. Denn die Jetboote, die überall auf den Gewässern herumflitzen, nötigen einen geradezu, auch mitzufahren. Mit Schwimmweste und zwei Dutzend anderen Mutigen geht es eine Stunde lang auf rasante Fahrt. Beim Einlaufen lächelt die Truppe nicht mehr ganz so fröhlich wie beim Auslaufen fürs Foto. Die wissen, warum sie das Foto vorher machen. Fazit: “Jetboot-Fahren, Folter des 21. Jahrhunderts”.

Abends buchen wir per E-Mail das nächste Hotel in Christchurch und eine Whale-Watching-Tour in Kaikoura. 

Jetboat in Queenstown

AtW 57: Am einzigartigen Milford Sound

Mittwoch, den 4. Januar 2006

Laute Nachbarn beim Einschlafen in Te Anau veranlassen uns zu lauten Aufwachgeräuschen zum Wecker klingeln um 5:45 Uhr. Bei schönem Sonnenaufgang und feinem Frühstück in einer Bäckerei bekommen wir auf die Frage, ob das Wetter so bleibt die Antwort “possibly!?”. Nun denn.

Wir nehmen die Milford Road, welche extra für touristische Zwecke angelegt wurde. Die Fahrt führt durch unveränderte Gebirgsregionen, vorbei an zwei Seen, hinauf zum Homer Tunnel, die Berge tragen jetzt Schneekappen. Eine mit Regenwald bedeckte Schlucht führt hinunter zum Milford Sound.

Hier werden das ganze Jahr über massenhaft Touristen erwartet, es gibt die allerbeste Infrastruktur. Allein für die Herren stehen elf Pissoirs bereit. Zehn Boote liegen da und warten auf die Tagestouristen. Unser Schoner, die Milford Mariner, läuft gerade ein und entlässt die Gäste der Overnight-Tour, die wir eigentlich auch buchen wollten. Dann besteigen wir das Schiff und setzen uns auf das Holz-Deck. Die Tour führt direkt an steilen Bergwänden vorbei.

 Atmosphärisch ist man sehr stark an den Königssee erinnert, auch wenn der Trompeter fehlt, wiewohl weitaus größer und vor allem geht die Fahrt über dieses Fjord in Richtung offene See, zum tasmanischen Meer! Vorher hält das Schiff mitten auf einen Wasserfall zu und fährt mit der Spitze hinein. Die Leute klatschen, dass sie teilweise klatschnass sind. Die Fahrt ist very bumpy. Nach zweieinhalb Stunden ist dieser schöne Spuk auch schon wieder vorbei.

Milford Sound 

Einen sehr schönen Eindruck des Milford Sound vermittelt dieses fünfminütige Video.

AtW 56: Queenstown - Te Anau

Dienstag, den 3. Januar 2006

Wenn wir schon hier auf der Südinsel Neuseelands sind, dann gehört ein Abstecher zum weltbekannten Milford Sound dazu. Leider sind alle Overnight-bookings für die nächsten Tage ausgebucht. Daher entschließen wir uns für einen day trip am Folgetag. Also packen und mit dem Auto gen Te Anau fahren, liegt ca. zweieinhalb Stunden südlich von Queenstown.

Die Straße schlängelt sich entlang des landschaftlich wunderschönen Lake Wakatipu gen Südwesten, entlang den Flanken der hier steil abfallenden neuseeländischen Alpen. Immer wieder regnet es und es gibt Schafe ohne Ende auf den schier endlosen Weideflächen. Außerdem ist es recht kühl. Wir erreichen den nächsten See, den Lake Te Anau. Im gleichnamigen Ort wollen wir eine kleine Rast einlegen.

Ich stelle das Auto ab, beim Aussteigen vernehme ich ein pfeifendes Geräusch. Binnen kurzer Zeit ist die Luft aus dem rechten Vorderrad entwichen. Zum Glück befindet sich in der Nähe eine Tankstelle und der Chef nimmt sich unser an, auch wenn er heute wegen der Ferien eigentlich gar nicht ansprechbar ist, eigentlich. “People in New Zealand are very helpful!” Ja, darauf kann man sich verlassen.

So können wir unser feines Essen im “Olive Tree” besser genießen, machen unfreiwillig einen Aufenthalt in Te Anau im “Hotel Luxmore” und schauen uns noch ein bisschen die Umgebung an.

AtW 55: Südinsel Neuseelands - Queenstown

Montag, den 2. Januar 2006

Zum Abschied macht Wellington seinem Namen nochmals alle Ehre - windy Wellington.

Wir landen in Queenstown, dem Zentrum des Abenteuertourismus auf der Südinsel. Gäste in Auckland haben uns den Ort unbedingt ans Herz gelget, so disponierten wir um. Eigentlich wollten wir mit dem Zug gemütlich entlang der Küste fahren.
Bei strömendem Regen steuern wir mit unserem vollen Gepäckwagen den Parkplatz für Mietwagen an. Wir suchen einen blauen Cormandel, der sich ganz hinten versteckt hat. Nun beginnt das erste Linksfahr-Abenteuer. Irgendjemand hatte mir eingetrichtert, das mit dem Linksverkehr sei ganz einfach, wenn man eine Regel beachte: Als Fahrer immer an der Fahrbahnmittelmarkierung orientieren, die müsse immer rechts von einem sein. Und beim Blinken erwischt man halt zunächst einmal den Scheibenwischer…

Queenstown macht beim ersten Durchfahren einen abschreckenden Eindruck. Ein kleiner Ort, der den Touristenströmen kaum gewachsen scheint. Wir fahren weiter nach Glenorchy, eine wunderschöne Strecke entlang des Lake Wakatipu. Leider ist dort das einzige B&B ausgebucht. Im Department of Conservation gibt es keine Infos über den Milford Sound, den wir uns gerne anschauen wollen. Die Wettervorhersage lautet allerdings: Regen - Regen -Regen.

In Queenstown sind wir dann doch fündig geworden. Das Novotol hat eine special rate und die ist ganz günstig.