AtW 66: Aufbruch nach Philip Island
Freitag, den 13. Januar 2006Unser letzter Tag im bereits zweimal als “lebenswerteste Stadt der Welt” ausgezeichneten Melbourne beginnt mit einem ausgiebigen Frühstück im Café Edelweiss. Schnell noch ein weiteres Paket mit sechs Kilogramm an überfälligen Materialien nach Hause aufgegeben. Danach begeben wir uns mit dem Bus zur Campingverleihstation, um unseren schon von zu Hause aus gebuchten KEA-Camper in Empfang zu nehmen.
“Was haben wir da wieder gemacht?!” Eine nette, deutschsprechende Bedienstete erklärt uns alles. Der - täglich!- auseinanderzubauende Tisch ist Teil der Bett-Unterkonstruktion, Kochstelle mit Gas, Spüle mit ausziehbarem Schlauch, Frischwasserzufuhr und Abwasserschlauch. Das kann ja heiter werden! Der Linksverkehr ist glücklicherweise von Neuseeland her schon einigermaßen vertraut.
“Every night at sunset, the world’s smallest penguins come ashore at the world famous Penguin Parade”. So steht es auf dem Hinweisschild vor Philip Island, ca. zweieinhalb Stunden südlich von Melbourne. Wir sind zwei von drei Millionen Besuchern, die jedes Jahr auf diese Insel strömen. Die Dämmerung bricht schon herein und das Spektakel wird bald beginnen. Und mit Einbruch der Dunkelheit geht es los: Die ersten, etwa 30 Zentimeter großen Zwergpinguine watscheln unbeholfen an den Strand, werden aber immer wieder ins Wasser zurückgespült. Dieses Schauspiel wiederholt sich mehrmals, bis es einigen gelingt, anzulanden und zu ihren Bauten an der Felsküste zu gelangen. Weit über eintausend Stück dieser possierlichen Tierchen sind an diesem Abend zu sehen!
