Archiv der Kategorie ‘Great Ocean Road‘

AtW 76: Entspannung am Moana Beach

Montag, den 23. Januar 2006

Nach zwölf Tagen im Campmobil und knapp 1.600 Kilometern unterwegs ist heute eine Verschnaufpause angesagt. Die Anlage hier ist so schön, dass wir gleich um eine Nacht verlängern. In der Zeitung lesen wir von Buschfeuern auf Kangaroo Island und sind froh, dass wir dorthin keinen Abstecher gemacht haben. Tiere in freier Wildbahn haben wir schließlich schon genug gesehen. Und momentan keine Lust auf “must see must do“. Statt dessen ein stundenlanger Strandspaziergang…

Moana Beach, bei Adelaide

AtW 75: Unterwegs in South Australia

Sonntag, den 22. Januar 2006

Morgens um 7:00 Uhr hat es immer noch 31 ° Celsius. Wir fahren nach Robe hinein, wollen aussteigen, bekommen aber kaum die Autotüre auf. Es ist extrem windig. Robe hat touristisch tatsächlich einiges zu bieten: Town Beach und Obelisk. Dann steht die nächste Etappe auf dem Programm: Kingston S.E.  Von uns auch “Lobster-town” genannt. Fisch, Lobster und Pick-up-Fahrzeuge mit fest installierter Angel auf der Ladefläche gehören hier zum ortsüblichen Bild. Der “Höhepunkt” ist eine Art improvisierter Markt, auf dem tote baby-Sharks zur Schau gestellt werden.

Zurück auf dem Princess Highway durchqueren wir den Corong National Park und werden von unzähligen Pelikanen auf unserer Strecke begleitet. Sehr schön, wie diese großen Vögel segeln und gleiten, immer mit einem “Grinsen” im Gesicht. Bei sehr heißen 40 ° Celsius ist das Auftauchen von grünen Hügeln eine wohltuende Abwechslung. Wir erreichen das Gebiet des Murray River, es ist nicht mehr weit bis zu unserem letzten Etappenziel mit dem Bus, Adelaide.

Bevor wir wieder in die Großstadt eintauchen, wollen wir es noch ein bißchen am Wasser ausklingen lassen. Da kommt uns der Moana Beach Camping Park, ca. eine Stunde südlich von Adelaide gerade recht. Eine sehr schön gelegene Anlage, und hier kann man endlich auch einmal ins Wasser hüpfen, bei Sonnenuntergang. Wie es sich für einen guten australischen Campingplatz gehört, hat er zwei überdachte BBQ-Anlagen im Freien…

Die längste Tagesetappe im Campmobil zwischen Melbourne und Adelaide mit 390 Kilometern ist geschafft, und damit fast so viel wie gestern und vorgestern zusammen.

Kingston S.E. - “lobster-town”

AtW 74: Princess Margret Rose Cave

Samstag, den 21. Januar 2006

Portland ist ein nettes Städtchen mit “viel” Geschichte, hier wurde der Staat Victoria gegründet. Im städtischen Park wimmelt es nur so von Papageien und Muschel-Skulpturen. Zusammenhang unklar. Die Piste ruft wieder. Die Great Ocean Road ist längst in eine “drittklassige” Straße übergegangen.

In Nelson, am westlichen Ende des Staates Victoria angekommen, informieren wir uns im Touristikbüro über die Princess Margret Rose Cave. Da die Hitze mittlerweile unerträglich geworden ist, beschließen wir einen Abstecher in diese Tropfsteinhöhle. Der Weg dorthin zum Lower Glenelg National Park führt über eine unbefestigte Kalkpiste, eine große Herausforderung für unser Campmobil.

Kalkpiste zur Tropfsteinhöhle

Für Abwechslung in diesem unwirtlichen Gelände sorgen rennende Emus, die unseren Weg kreuzen. Diese sind zwar von plumper Gestalt, sprinten aber wie Hürdenläufer durch die Gegend. Die eineinhalbstündige Führung in der Höhle bei sehr angenehmen 15 ° Celsius ist leider viel zu kurz.

Auf dem weiteren Weg überqueren wir mitten im “Nirgendwo” die Grenze zum Staate South Australia und müssen die Uhr um eine halbe Stunde zurück stellen. Nach einer Tagesetappe von immerhin 240 Kilometern finden wir in Robe gerade noch ein Plätzchen auf dem Campingplatz. Wie sich herausstellt, ist Robe das Urlauberparadies für die Süd-Australier!

AtW 73: Von Port Campbell nach Portland

Freitag, den 20. Januar 2006

Das Thermometer klettert weiter nach oben, es soll laut Vorhersage in Richtung 35 ° Celsius und mehr gehen. Wir verlassen den Camping-platz in Port Campbell und kommen schon am ersten scenic view vorbei: London Bridge, mittlerweile “nur” noch London Arch genannt, da der “Bridge-Teil” 1990 eingestürzt ist. Bei Warrnambool müssen wir den “Bauch” unseres KEA-Campers füllen, die Klimaanlage läuft auf Hochtouren. In der dortigen cheese-factory gibt es Pineapple-Milchshakes und Kräuterkäse, die richtige Erfrischung bei der Hitze. Am nächstgelegenen Strand kümmern wir uns um unseren eigenen Bauch: Agnellotti-Nudeln mit Ricotta-Spinat-Füllung und Tomatensauce. Fein.

Im schönen Port Fairy mit seinem kleinen, feinen Hafen nutzen wir die gute Infrastruktur und genießen in Rebecca’s Café einen schönen Cappuccino mit Rasburry-Kuchen. Kurz vor Portland, nach 170 Kliometern über die mehr oder weniger gut ausgebaute Küstenstraße erreichen wir den Henty Bay Beach Front Van & Cabin Park. Klingt überkandidelt, ist aber eine super Anlage und es ist vor allem kaum etwas los. Also richtig erholsam nach den letzten “Tourist-total-Tagen”!

Von Port Campbell bis Portland

AtW 72: Great Ocean Road - 12 Apostels

Donnerstag, den 19. Januar 2006

Blauer Himmel, schönster Sonnenschein und ca. 30 ° Celsius, was will man mehr, wenn die zweitgrößte Touristenattraktion Australiens auf dem Programm steht. Die kurvige Strecke führt entlang einer zerklüfteten Steilküste. Bald müssen sie kommen. Und dann entdecken wir auch schon die ersten zwei der Twelve Apostels. Wir gehen die glitschigen, steilen Felstreppen - die Gibson steps - hinunter zum Strand und kommen ganz nah ran an die Kolosse. Insgesamt acht bizarre, wellenumspülte, bis zu 60 Meter hote Felskegel aus Kalkstein stehen im Meer. Die Great Ocean Road findet hier ihren spektakulären Höhepunkt. 

12 Apostels - Great Ocean Road

Eine weitere Attraktivtität in unmittelbarer Nähe ist Loch Ard Gorge, eine tolle Felsformation mit einer Schlucht und dann sind wir schon in Port Campbell, der Campingstation des heutigen Tages. Abends fahren wir nochmals zu den 12 Aposteln und beobachten, wie der Sonnenuntergang die Felsen in der Brandung leuchten lässt.

Hier gibt’s auch noch ein nettes Video.

AtW 71: Unterwegs in Otway

Mittwoch, den 18. Januar 2006

Im Cape Otway Centre for Conservation Ecology ist die Nacht früh vorbei. Die Tiere locken einen zum Spazierungang schon vor dem Frühstück. Danach unternehmen wir noch einen self-guided walk, wieder bestens ausgestattet mit Fernglas, Wasser und Koalabärchen. Der Blick für die Tiere ist nun deutlich geschulter als zuvor.

Wir fahren durch den Otway National Park zurück bis wir wieder die Great Ocean Road erreichen. An diversen Aussichtspunkten genießen wir das einzigartige Küstenpanorama. In Lavers Hill biegen wir ab ins Landesinnere zur Touristenattraktion Otway fly und dem tree top walk. Auf dem Parkplatz überkommt uns schon ein merkwürdiges Gefühl, dann der vollbesetzte Bus, der bis vorne hinfährt. Das alles für einen 600 Meter langen Steg, 25 Meter über der Erde für schlappe $ 17,- AUD. Nein danke! Nach einem Cappuccino machen wir auf dem Absatz kehrt.

Zurück in Lavers Hill wollen wir wieder an die Küste, fahren fünf Kilometer über unbefestigte Piste bis zum Johanna Beach. Das Zelt des Camping-Host ist verlassen, die Toiletten sind in extrem schlechten Zustand und am Strand unzählige Fliegen. Diese Übung kommt uns heute bekannt vor: Auf dem Absatz kehrt machen. Wieder zurück in Lavers Hill lassen wir uns den Campingplatz in Princetown empfehlen (”very nice”). Princetown selber scheint aus drei Gebäuden zu bestehen, aber wir haben ausreichend Platz auf dem abschüssigen Campingplatz-Gelände.

AtW 70: Erlebnisse im Otway National Park

Dienstag, den 17. Januar 2006

Nach dem Wecker klingeln auf dem Marengo Holiday Park gibt es leckeres Porridge zum Frühstück. Nochmals ein kurzer Abstecher zum Great Ocean Walk und schon zieht die Karawane weiter. Die Great Ocean Road verlässt die Küste und führt hinein in den kühl gemäßigten Regenwald, wir biegen ab zum Otway National Park. Das Schild am Straßenrand gibt die Prioritäten für die nächsten zwölf Kilometer vor:

next_12_km.JPG

Keine zehn Minuten später steht ein Auto - obgleich Linksverkehr - am rechten Straßenrand mit dem fotografierenden Fahrer daneben. Nach längerem Absuchen des Dickichts entdecken auch wir ein kleines, sich bewegendes Büschel im Geäst. Ein Koala. Das Tier krabbelt sogar den Baum hinunter, humpelt verletzt über die Straße und verschwindet auf der anderen Seite im Gebüsch.  Wir sehen noch zahllose weitere Koalas in den Wipfeln der Eukalyptus-Bäume vor sich hin dösen. Gefressen wird nur nachts.

Koala

Die nächste Station ist das ganz am südlichen Ende des Nationalparks gelegene Cape Otway Lighthouse. Beeindruckende Anlage mit Leuchtturm aus dem Jahre 1848, der noch bis 1994 in Betrieb war, und Telegraph Station. Der Leuchtturm wird solar betrieben und ist bis 34 Kilometer sichtbar. Auf der Rückfahrt kommen wir an einem Schild vorbei, das zum “Cape Otway Centre for Conservation Ecology” hinweist. Neugierig geworden, biegen wir in den Weg ein.

“Hi, I’m Shayne”, begrüßt uns ein junger, freundlicher Australier mit rötlich gelocktem Haar in Ranger-Klamotten. Wir fühlen uns sofort wohl und erkundigen uns über Nachtwanderungen, um die nachtaktiven Koalas beim Fressen beobachten zu können. Nebenbei erfahren wir, dass es hier auch Gästezimmer gibt. Das sieht gut aus! Und schon empfängt uns Lizzie zum dusk walk in der Dämmerung. Wir bekommen ein Fernglas, etwas zu trinken und “Koala”-bärchen zum Naschen. Neben Koalas beobachten wir auf einer Lichtung eine ganze Horde Kängurus, die sich teilweise wilde “Prügeleien” liefern. Eines davon hat Lizzie groß gezogen und dieses hoppelt gleich zur Begrüßung auf sie zu. Nach dem Dinner beginnt dann der phänomenale night walk. Von der roten Taschenlampe angestrahlt, erkennt man, wie die Koalas sehr geschickt Eukalyptus-Äste heranziehen und davon Blatt um Blatt abrupfen und in kürzester Zeit verspeisen. Weiterhin sehen wir Possums und kleine schwarze Kängurus, swamp wallabies.

Lizzie und Mathilda

Dieser Ort ist ein absolutes Wohlfühlplätzchen! Nehmt Euch knapp acht Minuten Zeit und schaut Euch dieses Video an, Koala- und Naturfreunde werden auf ihre Kosten kommen!

AtW 69: Apollo Bay - Great Ocean Walk

Montag, den 16. Januar 2006

Einschlafen und Aufwachen mit Meeresrauschen, das hat was! Zum Glück ist es heute etwas bewölkt, so dass wir gegen Mittag zum Great Ocean Walk aufbrechen. Dieser Küstenweg führt direkt durch den Campingplatz hindurch. Abwechselnd läuft man am Wasser, durch Gestrüpp oder über Wiesen mit Alm-Charakter und erreicht immer wieder eine Bucht. Eine schöner als die andere. Lästig sind die vielen Fliegen um einen herum. Die Sonne hat sich mittlerweile durchgekämpft und wir müssen der Hitze Tribut zollen. Also kehren wir wieder um.

In der Zeitung lesen wir, dass es in Brisbane eine Hai-Attacke gegenüber einer jungen Frau gab, die böse endete. Auf Nachfrage an mehreren Stellen erfahren wir nur, dass  ”hier” schon lange kein Hai mehr gesichtet worden wäre…

 Great Ocean Road - map

AtW 68: Welcome Great Ocean Road

Sonntag, den 15. Januar 2006

Sehr schöne Strecke entlang der Küste, aber leider “viel gefährliches Wasser, in das man nicht reinspringen kann”. Es gibt kaum Zugang zum Meer und wenn, dann ist die Brandung an dieser shipwreck coast sehr stark.

Wir kommen in der sehr schön gelegenen Apollo Bay an, die sich zwischen Lorne und Cape Otway im Staate Victoria befindet. Zunächst stärken wir uns mit einem Salt & Pepper Squid on a fresh salad , hmmm super-lecker!

Im Visitor Information Center erkundigen wir uns nach Camping-Möglichkeiten und der nette Ranger empfiehlt uns den etwas südlich gelegenen Marengo Holiday Park. Dort bekommen wir einen schönen Platz oberhalb des Strandes und beschließen gleich, hier für zwei Tage zu bleiben. Wir gehen zwar kurz ins Wasser, schwimmen aber überwiegend parallel zum Strand, der starken Brandung wegen. 

Great Ocean Road

AtW 67: Von Philip Island zur Great Ocean Road

Samstag, den 14. Januar 2006

Mit Sonne und Meeresrauschen im Ohr auf Philip Island aufgewacht. In Cowes, der größten Stadt auf der Insel, in toller Bäckerei mit feinen Teilchen - zweimal - eingekauft. Den Einheimischen auf dem Cowes Jetty beim Volkssport Angeln zugeschaut und dann in San Remo im Visitor Center die Anzahl gesichteter Zwergpinguine des gestrigen Abends erfahren. Angeblich exakt 1.224 Stück!

Wir fahren um die French Island herum in Richtung Portsea zur Fähre. Gerade weggefahren, deshalb Gelegenheit, um die Füsse kurz ins Wasser zu halten. Dann schließlich die 40-minütige Fährüberfahrt nach Queenscliff mit zahlreicher Delfin-Begleitung. Klassisches Spielchen “Publikum noch stundenlang - schaute nach… äh Delfinen”. Im netten Queenscliff gibt es zum ersten (und letzten!) Mal fish & chips.

Voll getankt geht es weiter in Richtung Anlesea, “the gateway to Great Ocean Road”. Dann machen wir erste Erfahrung mit Camping in den australischen Sommerferien: no vacancy! In Lorne bekommen wir gerade noch ein Pätzchen, das die Nachbarn Dauercamper dann auch dankenswerterweise frei machen. Willkommen mitten im australischen Ferien-Alltag.

Mornington Peninsula region map