Monatsarchiv für Dezember 2005

AtW 43: Schnorcheln vor Malinoa

Mittwoch, den 21. Dezember 2005

Ein früher Strandspaziergang läutet den auf der Südhalbkugel längsten Tag des Jahres ein. Die hammock lädt zu vormittäglichem Dösen ein und zur Flut um die Mittagszeit geht’s ins Wasser. Nach dem Lunch steht ein Programmpunkt an, der sich nachträglich als fotografisches Highlight der Reise entpuppen sollte.

Schnorcheln vor Malinoa, der völlig unbewohnten Nachbarinsel, die vom Restaurant aus immer gut zu sehen ist. Mit dem kleinen Schnellboot werden wir hinübergefahren und “ausgesetzt”. Zunächst suchen wir Schatten für unsere Habseligkeiten und schon sind wir mit der Schnorchelausrüstung im Wasser. Eine irre Fauna ist hier unten knapp unter dem Wasserspiegel zu betrachten. Fische in unzähligen Mengen und Farbkonstellationen. Langsame, die nur um die Korallen herumlungern und schnelle, die wie gedopt durchs Wasser flitzen.

Beim anschließenden Inselrundgang fühlen wir uns wie Robinson Crusoe. Blauer Himmel, der grün-weiße Regenschirm schützt vor der sengenden Südsee-Sonne und wirft einen kleinen Schlagschatten um mich herum in den Sand.  In meinem Lungi, einem indischen Wickeltuch, gehe ich barfuß, die Badeschlappen in der Hand und genieße die Bewegung im Sand. Die Szenerie beeindruckt nachhaltig, landet schließlich als Cover-Foto auf meinem Buch.

AtW 42: Trip to Nuku’alofa

Dienstag, den 20. Dezember 2005

Wir machen nochmals einen Ausflug nach Nuku’alofa. Wieder ins Friends Café, kurz ins Internet und einige Besorgungen machen. Die Suche nach Rasierschaum gestaltet sich nicht einfach, endet aber erfolgreich.

Nachmittags sind wir wieder auf Fafa und ich gönne mir bei Sim aus Hawai eine Shiatsu-Massage. Tut gut. Danach noch ein bisschen Schwimmen. Und abends überreichen wir dem “lebenden Inventar” des Resorts, dem ganz gut deutsch sprechenden Wili, unseren Aussteiger-Klassiker aus Jugendtagen Papalagi.

AtW 41: Entspannung auf Fafa

Montag, den 19. Dezember 2005

Heute ist Entspannung angesagt. In der Hängematte gedöst und zur Flut ein bisschen geschnorchelt. Auf der Veranda gelesen. Und die Szenerie beobachtet. Da tut sich doch einiges.

Spitze Flossen, die wie ein Dreieck aus dem Wasser ragen und sich in hohem Tempo im Zickzack vorwärts bewegen. Keine Haie, aber immerhin baby sharks, die völlig harmlos sind und in Strandnähe vorbeiziehen.

Eine andere Entdeckung bei der Betrachtung des Wassers sind einheimische Touristinnen von der Hauptinsel. Diese gehen nahezu vollständig bekleidet bis zur Knietiefe ins Wasser und das ganze mit Regenschirm, der Hitze wegen. So gehen sie dann auf Muschelsuche oder einfach im Wasser “spazieren”.

Hibiskusblüte auf Fafa Island

AtW 40: Tongatapu - Inselrundfahrt

Sonntag, den 18. Dezember 2005

Am heutigen Sonntag unternehmen wir mit zwei anderen Fafa-Gästen eine Inselrundfahrt, die traditionell mit dem Besuch der Messe beginnt. Wir Touristen dürfen in der Loge direkt gegenüber der Königsloge sitzen. Leider befindet sich der betagte und beleibte König in einem sehr schlechten gesundheitlichen Zustand und glänzt deshalb mit Abwesenheit. Chor und Blasorchester legen sich aber trotzdem stark ins Zeug und tragen zu einer abwechslungsreichen Messe bei.

Anschließend machen wir die Inselrundfahrt in dem uns schon von der Ankunft bekannten klapprigen Kleinbus. Bei extremer Hitze besichtigen wir die örtlichen Sehenswürdigkeiten wie den Königspalast, die blow holes (Video!) spritzende, hohe Fontänen an der Küste, alte Steine analog zu Stonehenge und als Krönung dürfen wir an einem typischen sonntäglichen Mittagessen mit Einheimischen teilnehmen.

Nach diesem anstrengenden Tag schwimmen wir noch eine Runde am “Sunset Beach”.

AtW 39: Friends Café in Nuku’alofa

Samstag, den 17. Dezember 2005

Frühschwimmen und Gymnastik-Übungen am Strand, das stärkt für den Tag. Mit dem hauseigenen Boot-Shuttle setzen wir zur Hauptinsel Tongatapu über, um uns in der Hauptstadt Tongas, Nuku’alofa umzuschauen. Heute ist Markttag. Die Erde ist hier fruchtbar, es wächst allerhand Wurzelgemüse, dementsprechend bunt geht es auf dem Markt zu.

Die Entdeckung ist das Friends Café mit seinem “Tourist Center”. Feines Café mit feinem Mittagessen, einer kleinen Internet-Ecke in nettem Ambiente. Sehr beliebt bei den Touristen. Auf einmal setzt heftiger Regen ein, ja, hier ist gerade Regenzeit. Man mag es kaum glauben, aber es schüttet nur so herunter. Nach zwei Stunden ist alles wieder vorüber.
Allerdings gestaltet sich die Bootsüberfahrt zu unserem Resort wegen der rauhen See sehr ruppig. Es ist tatsächlich ein kleiner Sturm über die Insel gefegt und es hat sich etwas abgekühlt. Ideal für den kleinen bushtrail, eine Wanderung quer über die Insel. Bei “Vilis fire dancer” Cocktails lassen wir den Abend im Angesicht des Sonnenuntergangs ausklingen.

AtW 38: Fafa Island Resort

Freitag, den 16. Dezember 2005

Zum herrlichen Frühstück mit Omelette und einem Früchteteller gesellt sich Josef, ein gebürtiger Niederbayer. Mit Renate betreibt er dieses tolle Fafa Island Resort. Die beiden teilen sich die Leitung mit einem anderen Pärchen, jeweils für ein halbes Jahr. Das beste hier ist, den ganzen Tag barfuß gehen zu können.

Ein Strandspaziergang erschließt uns die Ausmaße der Insel. Mit indischem Wickeltuch und Stock “bewaffnet” umrunden wir die Insel innerhalb einer guten Stunde. Nach dieser enormen Anstrengung ist für den Rest des Tages Liegestuhl-hopping angesagt. Immer dem besten Plätzchen hinterher und angenehm entspannen. Und dann noch ein bisschen schwimmen.

Fale des Fafa Island Resort

AtW 37: Südsee - Tonga - Malo e lelei!

Donnerstag, den 15. Dezember 2005

Ankunft auf Tonga, wow! Eine gestandene Männer-Musikkapelle heißt die Fluggäste willkommen - Malo e lelei. Die Uhr an der Wand im Terminal gibt den Takt auf Tonga vor: sie steht! Wir werden mit einem klapprigen Kleinbus abgeholt und fahren einmal quer über die Insel bis zum Hafen. Ist schon alles sehr einfach hier. Mit einem kleinen Motorboot setzen wir über nach Fafa Island ins Fafa Island Resort, quasi ins Paradies.

Ein Schritt über den Steg in den Sand und wir werden von einer Schönheit zu Renate geführt, die uns im schönsten schwyzerdütsch begrüßt und unser Fale - eine Hütte im polynesischen Stil - zeigt. Derer gibt es auf der ganzen Insel nur ein knappes Dutzend. Sehr schön und verwunschen. Man kann sich auf dem Dschungelweg wirklich verlaufen. Wir erfahren, dass die vermeintliche Prinzessin im Flugzeug tatsächlich die Tochter  des Königs von Tonga war.

Da gerade Flut ist, geht es als erstes ins Wasser, um uns dann das Fale zu eigen zu machen. Ein eigener Strand, drei Liegestuhlpaare - auf der Veranda, im Schatten unter den Kokospalmen und direkt am Strand, das hat Stil!

fafa_insel.JPG

AtW 36: Ab in die Südsee - Zwischenstopp auf Samoa

Mittwoch, den 14. Dezember 2005

Auf dem längsten unserer insgesamt zwölf Flüge mit dreizehn Stunden Flugzeit gibt es schon im Flieger Südsee-Flair. Große, stämmige und dunkelhäutige Menschen mit breitem Gesicht dominieren das Bild. Viele Tonganer, die in den USA leben, wollen  Weihnachten im Kreise ihrer Familien verbringen. Und natürlich viele Geschenke mitbringen. Es gab eine Durchsage, dass zu viel Gepäck im Bordbereich sei, und dass umgeladen werden müsse. Wir haben dieses Packverhalten die ganze Zeit mit großem Staunen verfolgt. Doch wir heben immer noch nicht ab. Nach einer weiteren halben Stunde schreitet eine mit Schmuck behangene “Prinzessin” mit Entourage zu ihrer Sitzreihe…

5:00 Uhr morgens Ankunft in Apia auf West-Samoa. “Ich dachte, wir wären in der Südsee, und hier ist es dunkel und es regnet”. Also warten wir mit vielen Südsee-Bewohnern entspannt auf unseren Transfer-Flug nach Tonga, der nur eine Stunde dauert. Aber damit ist dieser Tag, von dem wir nur zwei Stunden bewusst wahrgenommen haben, schon wieder vorbei. Wir überqueren die Datumsgrenze.

AtW 35: Last day in L.A.

Dienstag, den 13. Dezember 2005

Nach der Aufgabe von Weihnachtspost und einem “Entsorgungspaket” bisheriger Utensilien und einem weiteren Abstecher in die C&O Trattoria gibt es noch ein bisschen klassisches L.A. zu sehen.

Wir machen ein letztes Cruising mit unserem “Chevi” nach Beverly Hills, über den Sunset Boulevard und den Rodeo Drive. Man bekommt eine Ahnung von dem vorhandenen Glamour und Reichtum. In manchen Gebieten gibt es gar keine Bürgersteige, nur mannshohe Mauern und Hecken trennen Straße von Privatgrund. 

Die letzte Fahrt geht dann zum Los Angeles Airport. Eine beeindruckende Anlage, insbesondere das abendlich angestrahlte ”UFO”-Gebäude. Hier wird im Jahr eine Anzahl Passagiere abgefertigt, die der alten Bundesrepublik entspricht.
Abflug ist abends um Viertel vor neun mit dem Ziel Tonga in der Südsee. Nach drei Wochen Kalifornien stellen wir fest: Kalifornien hat alles, was man sich zum Leben vorstellt, Meer, Berge, Nationalparks, faszinierende Großstädte und kleinstädtisches Leben, fast food und gehobenes Essen, eigene hochwertige Weine und Bio-Produkte.

AtW 34: Santa Monica

Montag, den 12. Dezember 2005

Heute machen wir auch activity am Santa Monica Beach: Wir leihen uns Fahrräder und fahren am Strand über eigens für den Freizeitsport angelegte Fahrspuren. Am Venice Beach, der seine beste Zeit wohl hinter sich hat, entdecken wir einen weiteren Geheimtipp: C&O Trattoria mit dem Slogan “people generally don’t leave hungry”, der sich auch vollstens bewahrheitet.

Nachmittags steht Wäsche waschen nebst Bierchen trinken bei “Eat, Drink & Wash” auf dem Programm und ausgiebiges Speichern vieler Digitalfotos. Hierfür nutzen wir gerne die hervorragende Infrastruktur von L.A.